Laparoskopische Kastration bei der Hündin

Warum laparoskopische Kastration?

Eine Operation ist immer ein Eingriff, der das Wohlbefinden eines Tieres beeinflusst. Je schonender der Eingriff, desto schneller fühlt sich das Tier wieder wohl. Deshalb ist es unser Ziel, durch Fortbildung und Investition in die moderne Medizintechnik unsere Leistung gegenüber Ihrem Tier stetig auszubauen und damit auch die laparoskopische Kastration (Knopflochtechnik) in unserer Klinik anzubieten.

Vorgehen

Mittels kleiner Schnitte werden zwei Zugänge in die Bauchhöhle gelegt (1). Ein Zugang wird für das Endoskop (Kamera/Optik) (2), der andere für die Arbeitsinstrumente (3) benutzt. Durch Einblasen von CO2 in die Bauchhöhle wird die Sichtbarkeit der Organe verbessert (4).

Mit einer Greifzange werden die Eierstöcke (5) angehoben und anschliessend mit einem hoch-komplexen humanmedizinischen Instrument (Ligasure) abgetrennt (6). Die Eierstöcke werden durch den Arbeitskanal aus der Bauchhöhle entfernt und die Zugänge mittels Naht verschlossen.

Vorteile der laparoskopischen Kastration

  • präzises und sicheres Arbeiten unter Sichtkontrolle innerhalb der Bauchhöhle
  • kleinere Operationswunde als bei herkömmlicher Kastration
  • signifikant weniger Schmerzen
  • weniger Komplikationen wie Wundheilungsstörungen und verringertes Infektionsrisiko
  • deutlich schnellere Genesung. Der Hund ist nach drei Tagen wieder voll einsatzfähig
  • es müssen keine Fäden gezogen werden

Einschränkungen

  • bei krankhaften Veränderungen an Eierstock oder Gebärmutter muss allenfalls auf herkömmliche Art operiert werden.
  • sehr fettleibige können nicht endoskopisch kastriert werden.
  • Hunde unter 5 Kg empfehlen wir in der Regel mit einer Hybridmethode zu operieren.

Kosten

  • Gegenüber offener Chirurgie ein Drittel höhere Kosten (durch Spezialausbildung des Teams und spezielle technische Geräte)

Für Fragen zu dieser Operationstechnik stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.